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Käfighaltung von Meerschweinchen im Haus

hält man meißt im Haus im Käfig.  So hat man immer guten Kontakt. Der Käfig sollte auf keinen Fall zu klein sein. Mindestens 100 cm x 60 cm gibt zwei Tieren die Möglichkeit, sich zu bewegen und sich auch mal ausweichen zu können.

Meerschweinchen sind Rudeltiere. Sie sollten auf keinen Fall einzeln gehalten werden. Sie verkümmern und verstummen alleine. Auch die Haltung mit einem Kaninchen ist kein Ersatz für die eigenen Artgenossen.

Wichtig ist ein Häuschen im Käfig, damit sie als Fluchttiere einen Unterschlupf aufsuchen können. Auch nutzen sie ein Häuschen mit Flachdach gerne als Ausguck.

Da Meerschweinchen die Gefahr von oben durch Greifvögel erwarten, ist ein Käfig auf dem Boden ein schlechter Standort. In Tischhöhe fühlen sich die Tiere weniger bedroht. Diese Höhe fördert den Kontakt, und erleichtert die Reinigung und Fütterung.

Sauberkeit  im Käfig ist Voraussetzung dafür, dass sich die reinlichen Tiere wohl fühlen und beugt Krankheiten vor.  Ein bis zweimal wöchentlich sollte der Käfig komplett geleert werden.  Dazwischen reicht das Auflockern des Stohs. 

Ab und zu sollten Verschmutzungen mit Neutralseife entfernt werden. Zur Entfernung von Urinstein eignet sich gut Zitronensäure aus der Apotheke.

Die Futternäpfe und die Tränke sollten stets sauber gehalten werden. Ein täglicher Wasserwechsel tut den Tieren besonders gut. Die Tränke läßt sich besonders gut mit Flaschenbürsten und Wattestäbchen reinigen.

Freilandhaltung von Meerschweinchen

Meerschweinchen können unter den richtigen Bedingungen gut im Freien gehalten werden. Sie benötigen lediglich einen trockenen, zugfreien und warmen Unterschlupf.

In einem Gehege im Garten mit viel Platz genießen die Tiere den Freiraum, frische Luft und Sonne (Achtung: Schattige Plätze sind unbedingt notwendig) und frisches Gras.

Beim Kauf oder Bau eines Geheges sollte darauf geachtet werden, dass es auch von unten mit Draht versehen ist, damit Mader oder andere Räuber keinen Zutritt haben. Wichtig ist Schatten, um einen Hitzschlag zu vermeiden und der oben genannte Unterschlupf. Für die Pflege sollte darauf geachtet werden, dass das Gehege gut zugänglich ist.

Im Winter sollten die Tiere nicht im Freien gehalten werden, da weniger als 10 °C sehr unangenehm für die Tiere ist. Starke Unterkühlung führt zu Erkältungen und Tod.
 

Verhalten von Meerschweinchen

 
Meerschweinchen leben in Rudeln. Sie bilden Gruppen von mehreren Weibchen und einem männlichen Leittier. Da Männchen die Rangfolge erkämpfen müssen unterliegende Männchen das Rudel verlassen. Es ist daher nicht gut, mehrere Männchen zusammen zu halten. Sie bekämpfen sich so lange, bis ein Männchen unterliegt.
 
In einer Gruppe von Weibchen ohne männliches Leittier erkämpft sich ein Weibchen das Leittier. Diese Kämpfe sind jedoch nicht so heftig und blutig wie unter Männchen.
 
Meerschweinchen haben keine Waffen gegen Feinde, sie sind Fluchttiere. Sie sind schnell und haben einen guten Geruchssinn und gutes Hörvermögen.
 

Körpersprache

  • In Starre verfallen
    Kurze Starre deutet auf eine Streßsituation hin. Das Meerschweinchen sollte abgesetzt und durch leises Sprechen beruhigt werden. Starre über mehrere Stunden weißt auf ein ernsthaftes Problem hin.
  • Hochschlagen des Kopfes
    Beim Streicheln heißt dies heißt: Lass mich in Ruhe. Viele Meerschweinchen werden nicht gerne über Kopf und Nacken gestreichelt. Untereinander signalisieren sich die Tiere durch Hochschlagen des Kopfes Streitbereitschaft.
  • Luftsprünge, wildes Rumlaufen
    Durch Luftsprünge zeigt das Meerschweinchen Lebenslust und Übermut. Es fühlt sich richtig wohl. Sind die Sprünge jedoch mit scherzhaftem Quiecken verbunden, kann dies Juckreiz oder Schmerzen beim Wasserlassen signalisieren.
  • Hintereinander herlaufen
    Der „Gänsemarsch” gibt den Meerschweinchen das Gefühl der Sicherheit. Die Meerschweinwelt ist in Ordnung. Jagen die Meerschweinchen jedoch hintereinander her, handelt es sich um eine Meinungsverschiedenheit oder Paarungsbereitschaft.
  • Wiegender Gang
    Bei Rangstreitigkeiten und Aggressionsbekundungen bewegen sich die Meeris in einen wiegenden Gang in seitwärts gerichteten Schritten. Sie wirken so größer und stärker.  Oft gesellt sich zu diesem Gang ein Sträuben des Nackenfells.
  • Kuscheln
    Meerschweinchen kuscheln gerne. Ältere Meerschweinchen halten meißt einen kleinen Abstand voneinander. Zum Wohlfühlen brauchen sie jedoch die Nähe anderer Meeris. Ältere Meerschweinchen kuscheln überwiegend, wenn sie Angst haben oder der Käfig zu klein ist.
  • Weglaufen
    Meerschweinchen sind Fluchttiere und Weglaufen ist eine typische Eigenschaft. Das Greifen nach einem Meerschweinchen empfindet es meistens als unangenehm. Vermutlich erinnert es die Meeris an die Gefahr von Greifvögel. Sie futtern gerne aus der Hand und spielen gerne, wenn Sie zahm sind. Das Greifen nach Ihnen empfinden Sie als Gefahr.
  • Knabbern am Käfiggitter
    Das Knabbern am Käfiggitter kann auf Langeweile hindeuten. Ein großer Käfig mit Buddelmöglichkeiten und Beschäftigung und Hinwendung durch den Menschen ist das beste Mittel dagegen. Bei einem neugierige und lebhafte Tier im großen Käfig zeigt sich vielleicht auch nur, dass es „Draußen” eben auch interssant sein kann.
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